Archiv von 'Mai, 2015'

Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise

Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise
Ein New Deal für Europa
Von Yanis Varoufakis / James K. Galbraith / Stuart Holland

Bescheidener-2Nach dem spektakulären Regierungswechsel in Griechenland ist die Aufregung in Europa groß – im Zentrum der Diskussionen stehen der neue griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und die wirtschaftlichen Verhandlungen, die über die Zukunft Europas entscheiden werden. Doch was will Yanis Varoufakis wirklich? In diesem Debattenbuch analysieren er und seine Co-Autoren die Ursachen der Eurokrise und machen konkrete Vorschläge zu ihrer Lösung. Sie benennen vier eng zusammenhängende Faktoren:
– Die Bankenkrise
– Die Schuldenkrise
– Die Investitionskrise
– Die soziale Krise
Für jedes dieser Probleme schlagen die Autoren pragmatische Lösungen vor, die weder neue Institutionen erfordern noch gegen geltendes EU-Recht verstoßen – und zudem Geber- wie Nehmerländer erheblich entlasten würden. Sie fordern nicht weniger als einen New Deal für Europa.
Yanis Varoufakis, geb. 1961, lehrte als Professor für Wirtschaftswissenschaften und ökonomische Theorie u.a. an den Universitäten von Essex, Cambridge, Sydney und Athen, zuletzt an der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs der Universität in Austin, Texas. Er ist Autor zahlreicher Bücher…
James K. Galbraith, geb. 1952. Der amerikanische Ökonom und Autor ist derzeit Professor an der Lyndon B.Johnson School of Public Affairs der Universität von Austin, Texas, außerdem Senior Scholar am Levy Economics Institute des Bard College.
Stuart Holland, geb. 1940, war als Ökonom Mitglied des Britischen Unterhauses und Berater u.a. von Harold Wilson und Jacques Delors. Er lehrt derzeit als Visiting Professor of Economics and der Universität Coimbra. (64 Seiten / erschienen im März 2015 / Übersetzt von Ursel Schäfer / ISBN 978-3-95614-052-5)

Gekaufte Journalisten

Gekaufte Journalisten

Gekaufte_Journalisten-444Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken
von Udo Ulfkotte
Journalisten manipulieren uns im Interesse der Mächtigen
Haben auch Sie das Gefühl, häufig manipuliert und von den Medien belogen zu werden? Dann geht es Ihnen wie der Mehrheit der Deutschen. Bislang galt es als „Verschwörungstheorie“, dass Leitmedien uns Bürger mit Propagandatechniken gezielt manipulieren. Jetzt enthüllt ein Insider, was wirklich hinter den Kulissen passiert.
Der Journalist Udo Ulfkotte schämt sich heute dafür, dass er 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet hat. Bevor der Autor die geheimen Netzwerke der Macht enthüllt, übt er konsequent Selbstkritik. Er dokumentiert hier zum ersten Mal, wie er für seine Berichterstattung in der FAZ geschmiert und die Korruption gefördert wurde. Und er enthüllt, warum Meinungsführer tendenziös berichten und wie der verlängerte Arm der NATO-Pressestelle Kriege medial vorbereitet. Wie selbstverständlich wurde auch der Autor in die Netzwerke amerikanischer Eliteorganisationen aufgenommen,…
Udo Ulfkotte: Jahrgang 1960, hat Rechtswissenschaften, Politik und Islamkunde studiert. Er hat lange Jahre als Redakteur bei der FAZ gearbeitet; seine Spezialgebiete sind Afrika und Naher Osten sowie die Politik der Geheimdienste. Der Autor war Fellow des Marshall Memorial Fund der Vereinigten Staaten, lehrt an der Universität Lüneburg Spionageabwehr und bereiste mehr als sechzig vorwiegend nahöstliche und afrikanische Staaten.

Der standardisierte Arbeitslose

Bettina Wyer: Der standardisierte Arbeitslose
Langzeitarbeitslose Klienten in der aktivierenden Sozialpolitik.
standardisiert-2
Im internationalen Vergleich sind auch in der Schweiz verhältnismässig viele Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Ein Siebtel der Bevölkerung der Schweizer Bevölkerung (1.090.000) ist armutsgefährdet. Die Caritas Schweiz schätzt in ihrem Sozialalmanach 2012 die Zahl der Kinder auf 260.000. Dennoch nehmen ca. 40 bis 60 % der Anspruchsberechtigten keine Sozialhilfe in Anspruch.
Die aktivierende Sozialpolitik der Schweiz proklamiert, berufliche Reintegration hänge massgeblich von der Leistungsorientierung und Eigenverantwortung der erwerbslosen Personen ab.
Die Dissertation von Bettina Wyer untersucht die Auswirkungen dieser aktivierenden Sozialpolitik auf langzeitarbeitslose Menschen mit erhöhten Vermittlungsschwierigkeiten, die im Rahmen von vorübergehenden Beschäftigungsprogrammen in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden sollen, und des Fachpersonals.
Autorin: Dr. Bettina Wyer ist Sozialwissenschaftlerin und Sozialpädagogin in den Bereichen Arbeitsintegration und Bildung. Sie arbeitet als freischaffende Wissenschaftlerin, Dozentin und Schauspielerin.
In der Denknetz – Fachgruppe „Sozialpolitik, Arbeit und Care Ökonomie“ engagiert sie sich für eine solidarischere Gestaltung der schweizerischen Sozialpolitik.

Veröffentlichung: Schallberger/Wyer: Praxis der Aktivierung – eine Untersuchung von Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung, Konstanz, 2010, in der die Handlungsformen des Fachpersonals beschrieben werden.
UVK Verlagsgesellschaft mbH (Konstanz) 2014. 248 Seiten. ISBN 978-3-86764-557-7

Raum und Macht

Raum und Macht
Die Stadt zwischen Vision und Wirklichkeit
Leben und Wirken von Lucius und Annemarie Burckhardt
von Ueli Mäder

Buch_Raum_und_Macht-2

Das Buch geht dem Leben und Wirken von Lucius und Annemarie Burckhard nach.
Sie prägten in Basel, Zürich, Weimar und Kassel eine ganze Generation von
Architekten und Soziolog_innen. Das veranschaulichen Auszüge aus zahlreichen Gesprächen und bisher
unveröffentlichten Briefen.
Mit Farbfotos und DVD (von Simon Mugier):
Lucius und Annemarie Burckhardt. Rückblick in Gesprächen, 304 Seiten, gebunden, 2014
Rotpunktverlag

Sea Watch

sea-watch-schiff-2Sea Watch – das 1. Privatschiff zur Flüchtlings-Ersthilfe.
Sea Watch ist seit dem 19. April 2015 im Mittelmeer aktiv.


Siehe: Video
Sea Watch arbeitet zusammen mit Watch the Med, Human Rights at Sea, Borderline Europe und Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Die Gelder für das Schiff und alles Weitere sind private Gelder.Sea_Watch_Logo

Sea Watch: Die Lage ist eindeutig: 46.000.000 Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Die meisten von ihnen haben in ihrer Heimat keine Chance zu überleben oder ein würdiges Leben zu führen. Der Landweg nach Mitteleuropa wird von milliarden-schweren Grenzsicherungsanlagen versperrt. Wir haben beschlossen, für die Humanisierung der Politik zu kämpfen. Gastfreundschaft soll wieder zu unserem Alltag gehören. Es muss dringend eine zivile Seenotrettung aufgebaut werden. Die EU ist nicht willens dazu. Deshalb ergreifen wir die Initiative.

die neuesten wichtigen Nachrichten

Hier können Sie die neusten Nachrichten lesen:

Artikel aus den Zeitungen der Schweiz, Deutschland und aus weiteren Ländern.

Schauen Sie mal! – Lesen Sie! Hier: http://3ch.ch/

Von Christoph Ditzler, Internetcafé Planet13, Projektleitung, mit Geduld entwickelt und zur Verfügung gestellt.

Watch the Med – Alarmphone – Flüchtende in grosser Not

Eine sehr wichtige Mitteilung über die Tragödie der Flüchtenden!!!

Liebe UnterstützerInnen des Watch the Med Alarmphones,

Die Ereignisse überschlagen sich, eine Trägödie auf dem Mittelmeer folgt der nächsten: Erst Ende letzter Woche starben über 400 Menschen auf der Überfahrt übers Mittelmeer, vergangenes Wochenende erreichten uns erneut Meldungen, wonach in der Nacht vom 18. auf den 19. April vermutlich mehr als 900 Menschen im Mittelmeer ertrunken sind. Damit steigt die Anzahl Todesfälle seit Anfang Jahr auf über 1‘700.
Laut dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind in diesem Jahr bereits über 30‘000 Menschen über das Mittelmeer geflohen, knapp 9‘000 in Not geratene Menschen konnten von Küstenwachen und Frachtschiffen gerettet werden.
Das Watch the Med Alarmphone hatte in diesen Wochen seine erste grosse Bewährungsprobe zu bestehen. Am vorletzten Wochenende, als mehr als 10’000 Menschen von Libyen aus die Überfahrt in Richtung Italien wagten, gingen in wenigen Tagen ca. 20 Anrufe auf unserer Nummer ein. Unsere Schichtteams waren an zahlreichen Rettungsaktionen beteiligt und konnten überlebenswichtige Informationen über zahlreiche Seenotfälle an die italienische und maltesische Küstenwache weitergeben. Am Dienstag, 14.04.2015, bekamen wir dann bestätigt, dass alle Boote, mit denen wir in Kontakt waren, von der italienischen Küstenwache aufgegriffen und sicher zum Festland gebracht worden waren.
Kurz darauf erreichte uns dann aber die schockierende Nachricht des ersten gekenterten Bootes, von dem die wenigen Überlebenden berichteten, dass vermutlich über 400 Menschen ertrunken sind und von dem wir leider keinen Anruf bekommen hatten. Dieses Drama setzte sich dann am letzten Sonntag fort, als vor der libyschen Küste erneut ein vollbesetztes Schiff kenterte.
Neben diesen unfassbaren Tragödien selbst haben uns vor allem die politischen Reaktionen darauf schockiert. Das internationale Alarmphone-Netzwerk hat daher in dieser Woche einen alternativen 10-Punkte Aktionsplan veröffentlicht, der deutlich macht, wie das massenhafte Sterben im Mittelmeer wirklich beendet werden könnte. Die englische Fassung hiervon findet ihr im Anhang, eine deutsche Übersetzung ist hier einsehbar.
Nachfolgend findet ihr weitere aktuelle Informationen aus dem Watch the Med Alarmphone-Netzwerk.

SCHICHTTEAMS
Seit Anfang Jahr übernimmt ein Team aus Bern regelmässig Alarmphone-Schichten. Wir sind daran, ein zweites Team in Zürich zu bilden, das auf den Sommer hin regelmässig Schichten übernehmen kann. Solltet ihr euch vorstellen können, in Zukunft beim Schichtteam mitzumachen, meldet euch bitte per Mail. Wir werden euch dann kontaktieren, um ein Treffen zu vereinbaren.

ÜBERSETZUNGEN
Wir suchen immer wieder Leute, die den Schichtteams als ÜbersetzerInnen zur Seite stehen können. Auch für Veranstaltungen sind wir auf Übersetzungen angewiesen. Sprecht ihr arabisch, tigrinya, amharisch, farsi, igbo, griechisch oder eine andere andere Sprache? Meldet euch. Jede Unterstützung ist hilfreich.
WATCH THE MEDiA
Der Bund, 22.04.2015: «Es ist logisch, dass es mehr Tote gibt»
Tagesanzeiger, 20.04.2015: «Es ist eine Schweinerei, dass es uns braucht»
20 Minuten, 20.04.2015: «Verlieren wir die Verbindung, hoffen wir»
die tageszeitung, 17.04.2015: Hotline für Flüchtlinge in Seenot
WOZ, 09.04.2015: «Wir sind auf konkrete Projekte angewiesen»
SRF, Echo der Zeit, 09.04.2015: Hotline für Flüchtlinge in Seenot (mit Hatem Gheribi, der am 2. Mai in Zürich ist)
ARD Morgenmagazin, 20.04.2015: «Man kann von Mord reden»
SRF, 10vor10, 20.04.2015: Privatpersonen wollen Flüchtlinge retten
Schweiz am Sonntag, 19.04.2015: siehe Anhang
SPENDEN
Wir arbeiten alle ehrenamtlich und sind auf Unterstützung durch Spenden angewiesen, um die Kosten für den Betrieb des Notruftelefons zu begleichen.
Spenden bitte an: Postkonto 30-13574-6, IBAN CH03 0900 0000 3001 3574 6, Zahlungszweck MEDALPHON.

WEITERE LINKS
Watch the Med
Alarmphone
Facebook: Watch the Med Alarmphone Schweiz
Zusätzlich entsteht zur Zeit ein internationaler Blog des Alarmphones, er wird in Kürze hier zu erreichen sein.

viele Grüsse
Watch the Med Alarmphone Schweiz