Archiv von 'Juli, 2016'

„armutssitzung von unten“

LISTE13-2Montag, 29. August 2016, 19.00 Uhr
Einladung der Liste13 gegen Armut und Ausgrenzung, Basel, zur 62. „armutssitzung von unten“

Von Armutsbetroffenen für Armutsbetroffene, Armutsgefährdete, Working poor, Migrant_innen, Einheimische, Asylsuchende, von Altersarmut Betroffene, IV-Rentner_innen, Sozialhilfeempfänger_innen, Erwerbslose, Obdachlose…


Austausch, Informationen über Armut, Proteste, Bekämpfung der Armut.


Chantal Magnin, Dr. rer. soc., Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main, Dozentin an der Hochschule Luzern Wirtschaft und Mitinhaberin des Büros für Sozioanalyse und Peter Streckeisen, Dr. phil., Studium der Politikwissenschaften und Soziologie in Lausanne und Zürich, erster Assistent, Institut für Soziologie, Basel, unterstützen die Liste13 und die „armutssitzungen von unten“. Diese sollen in ihrer freilassenden Art und Weise und durch Eigenregie der Betroffenen stets organisiert und geleitet werden können.

Thema:
Sozialhifeempfangende werden nicht eingebürgert. Siehe SKOS-News:

(Der Bundesrat hat die Verordnung zum neuen Bürgerrechtsgesetz verabschiedet und setzt das revidierte Bürgerrechtsgesetz und die Verordnung auf den 1.Januar 2018 in Kraft. Die SKOS bedauert, dass ihre in der Vernehmlassung geäusserte Kritik nicht aufgenommen wurde: Die Bestimmung, dass Sozialhilfebeziehende oder Personen, die den letzten drei Jahren Sozialhilfe bezogen haben, nicht eingebürgert werden, soll definitiv gelten. Die SKOS erkennt keine ausreichende Kompetenz des Bundesrates, um Sozialhilfebezug zum Nichteinbürgerungsmerkmal zu erklären und ist der Auffassung, dass eine solch eingreifende Bestimmung nicht in einer Verordnung geregelt werden kann.)

Weitere Themen: Altersarmut, Armut allgemein, Arbeitsrechte, Armutsgefährdung, Ausgrenzung, Ausbeutung, Erwerbslosigkeit. 1. Arbeitsmarkt, 2. Arbeitsmarkt.
Soziale Rechte. Der Wohlfahrtsstaat und der soziale Staat. Rechtslosigkeit. Migration. Neue Konzepte.
Working poor, Arbeit auf Abruf, prekäre Jobs.(www.liste13.ch)

Offener Hörsaal

Offener Hörsaal!

Offener_Hörsaal-2Ein grossartiges Projekt, das Asylsuchenden mit akademischem Hintergrund oder Interesse den Zugang zum Hörerprogramm der Universität Basel vereinfacht.
Es wird von vielen Lehrkräften und Fachgruppen der Universität Basel unterstützt.
Das Projekt lancierten, organsierten und tragen Studierende der Universität Basel.
Siehe Webseite: Offener Hörsaal

Durch die Teilnahme bekommt man die Chance, akademisches Wissen auszubauen, andere Studierende zu treffen und erste Erfahrung mit dem Studium in der Schweiz zu machen. Dabei wird man begleitet von einem Buddy aus der Studierendenschaft, der bei Fragen und Schwierigkeiten weiterhilft.

Wichtig zu beachten:
– Als Hörer ist es nicht möglich, einen akademischen Abschluss zuerlangen oder Kreditpunkte zu erwerben.

Film: Assessment

Film: Assessment

Der Film zeigt die von Macht und Ohmacht geprägten Gespräche zwischen Experten und in Not geratene Menschen; Betroffene.
Er blickt hinter die Kulissen des schweizerischen Sozialstaates.
Der Film wurde am 27. Juni 2015 in Anwesenheit des Regisseurs, Mischa Hedinger, im Internetcafé Planet13, gezeigt.
Er erhielt inzwischen Preise und ist äusserst sehenswert. Wir empfehlen ihn.
Besuchen Sie die Webseite!

Schwarzbuch Syngenta

Schwarzbuch Syngenta

schwarzbuch_syngenta-2Dem Basler Agromulti auf der Spur. Hrsg.: MultiWatch. Ungekürzte Ausgabe
Der Basler Agromulti Syngenta ist der grösste Pestizid- und drittgrösste Saatguthersteller weltweit und gilt als der Zwilling des US-Konzerns Monsanto.
Die Basler Regionalgruppe von MultiWatch organisierte im April 2015 einen Gegenkongress zum Auftritt Syngentas als Hauptpartner der Stadt Basel an der Weltausstellung in Mailand. Sie lud eine Delegation aus Hawaii und den entlassenen ehemaligen Präsidenten der Syngenta-Gewerkschaft in Pakistan ein, ihren Protest an die Generalversammlung des Multis zu tragen. Im Mai organisierte sie den ersten ›March against Monsanto and Syngenta‹ in Basel mit mehr als 1200 Teilnehmer_innen.
Mit dem vorliegenden Schwarzbuch ziehen die AktivistInnen von MultiWatch eine erste Zwischenbilanz ihrer Kampagne. Sie zeichnen ein Porträt des Konzerns und seines Versuchs, die kapitalistische industrielle Landwirtschaft als alleiniges Zukunftsmodell und Absatzmarkt für die konzerneigene Agrogentechnik und Agrochemie zu fördern.

Das Schwarzbuch zeigt, wie sich Syngentas Produkte und Politik rund um die Welt auf die Biodiversität und die kleinbäuerliche Landwirtschaft auswirken. Syngentas Bemühen, Patente auf Nutzpflanzen zu erlangen, wird als ein Aspekt der neoliberalen Akkumulation durch Enteignung analysiert. Fallbeispiele aus Brasilien und Paraguay zeigen, dass letztere durchaus auch in offene Gewalt umschlagen kann.
Das AutorInnenkollektiv versteht dieses Schwarzbuch als Beitrag zur weltweiten Bewegung gegen die Agrobusinesskonzerne und für das Recht auf Ernährungssouveränität. Es widmet das Buch dem brasilianischen Aktivisten Keno von der Bewegung MST (Movimento dos Trabalhadores Rurais sem Terra), der 2007 von den Angestellten einer von Syngenta beauftragten Sicherheitsfirma erschossen wurde.
Das Schwarzbuch Syngenta ist ein Gemeinschaftswerk der Basler MultiWatch-AktivistInnen und enthält Gastbeiträge von Vandana Shiva, Miguel Altieri, Elizabeth Bravo, Martin Forter, Florianne Koechlin, Markus Spörndli, Marianne Spiller, Greenpeace Schweiz, kriPo kritische Politik an den Hochschulen Zürichs, Foundation of Agrarian Studies, Brot für Alle, Erklärung von Bern, Schweizer Allianz Gentechfrei, Longo Mai und Solifonds. Für die grafische Gestaltung sorgte das junge Basler Team Origami Design.
ISBN 978-3-85990-283-1 / Einband: Kunststoffeinband / Herausgeber: MultiWatch Miguel Altieri Vandana Shiva / Seitenzahl: 250

Wie viele Sklaven halten Sie?

Wie viele Sklaven halten Sie?

wie_viele_sklaven_halten_sie3Moral lässt sich nicht outsourcen!
Wenn Sie Kleidung tragen, Nahrung zu sich nehmen, ein Auto fahren oder ein Smartphone haben, arbeiten derzeit ungefähr 60 Sklaven für Sie und mich. Ob wir wollen oder nicht. Und ohne dass wir das veranlasst hätten. Wie fühlen Sie sich damit? Dies fragt BWL-Professorin Evi Hartmann und meint es nicht rhetorisch!
Unsere Wirtschaft macht uns alle zu Sklavenhaltern – das führt uns jedes Drei-Euro-T-Shirt und jede Reportage über die Sweatshops in der Dritten Welt vor Augen. Dennoch machen wir weiter mit. Wir können die Globalisierung nicht abschaffen, auch können wir die Spielregeln nicht ändern. Doch wir können anders spielen, zeigt die Expertin für globale Netzwerke.
Evi Hartmanns Buch …
– … zeigt: Menschen werden ausgepresst, Preise immer stärker gedrückt. Die Fabrikarbeiterinnen in den Sweatshops verlieren Gesundheit und Leben und wir unsere moralischen Grundsätze, intakte Umwelt und Weltklima. Wir wissen das und wir machen trotzdem alle immer weiter mit – als Unternehmer, Manager, Professoren, Lehrer, Konsumenten.
Taschenbuch / Seitenzahl 224

Erscheinungsdatum: Februar 2016 / Sprache: Deutsch / ISBN: 978-3-593-50543-5